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Trends30. April 20265 min

Nachhaltige Verpackung 2026: Recyclingfähige Folien und EU-Verpackungsverordnung

Die EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR), die 2025 in Kraft getreten ist, stellt die Lebensmittelverpackungsbranche vor grundlegende Herausforderungen. Unternehmen müssen jetzt auf Recyclingfähigkeit setzen, den Anteil an recyceltem Material (PCR) erhöhen und unnötige Verpackungen reduzieren. Nachhaltigkeit und Haltbarkeit schließen sich dabei nicht aus – beides ist erreichbar.

Die PPWR und ihre Pflichten für Lebensmittelbetriebe

Die EU-PPWR legt progressive Ziele fest: Bis 2030 müssen alle Verpackungen recyclingfähig sein, mit steigenden Mindestanteilen an Post-Consumer-Recycling-Material (PCR) je nach Materialart. Für Lebensmittelhersteller betreffen die gravierendsten Anforderungen mehrschichtige Kunststofffolien (PA/EVOH/PE), die in der aktuellen Entsorgungsinfrastruktur häufig nicht recyclingfähig sind.

  • 100 % Recyclingfähigkeit bis 2030 (Design für Recycling)
  • PCR-Mindestanteil: 10–30 % je nach Material und Anwendung
  • Reduktion unnötiger Verpackungen: Wesentlichkeitsgebot
  • Pflicht zur Recyclingkennzeichnung auf jeder Verpackung
  • Umweltproduktdeklaration (EPD) für Großunternehmen

Recyclingfähige Folien für Vakuumverpackung und MAP: Stand der Technik

Das zentrale technische Problem: Hochbarriere-Folien (PA/EVOH/PE) für Vakuumverpackung und Schutzgasverpackung sind Mehrschichtverbunde, die sich für das Recycling kaum trennen lassen. Die Lösung ist das Monomaterial: PE/PE- oder PP/PP-Koextrusionsfolien mit unterschiedlich dichten Schichten, die die nötige Barriere gewährleisten und dabei in einer einzigen recyclingfähigen Polymerfamilie bleiben.

Monomaterial-PE-Folien erreichen OTR-Werte von 15–30 cm³/m²·24h – geeignet für die Vakuumverpackung von Fleisch und Wurstwaren mit einer Haltbarkeit von 30–60 Tagen. Bei höheren Barriereanforderungen (OTR < 5) bietet sich die EVOH-Beschichtung auf PE-Träger an, die die Recyclingfähigkeit im PE-Strom erhält.

  • PE/PE Koex: recyclingfähig im PE-Strom, OTR 15–40 cm³/m²·24h
  • PP/PP Koex: recyclingfähig im PP-Strom, steifer, für Tiefziehschalen
  • PE + EVOH-Beschichtung: Hochbarriere + PE-Recyclingfähigkeit
  • PA/PE (traditionell): derzeit nicht recyclingfähig, in der Übergangsphase
  • EVOH-Winding: Übergangslösung für hohe Barriere mit Recyclingfähigkeit

Nachhaltige Tiefziehschalen: von PS zu rPET und Karton

Schalen aus expandiertem Polystyrol (EPS) sind für das Recycling am problematischsten: Sie werden in der getrennten Wertstofferfassung nicht akzeptiert. Der Übergang geht zu rPET (Recycling-PET), recyclingfähigem PP, CPET und Karton mit Innenbarriere. Kartonschalen mit PE-Innenfolie sind im Papierstrom recyclingfähig, wenn das PE-Gewicht unter 5 % des Gesamtgewichts liegt.

  • rPET: recyclingfähig im PET-Strom, gute OTR, FDA/EFSA-zugelassen für LMK
  • Recyclingfähiges PP: Starrschalen, recyclingfähig im PP-Strom
  • CPET: recyclingfähig + ofenbeständig, für Fertiggerichte
  • Karton + PE-Innenfolie: recyclingfähig wenn PE < 5 % des Gesamtgewichts
  • EPS vermeiden: nicht recyclingfähig, PPWR-Ausstiegsziel

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Wir unterstützen Lebensmittelbetriebe bei der Bewertung der PPWR-Auswirkungen auf ihren Verpackungsprozess und bei der Auswahl nachhaltiger Folien und Schalen, die mit Ihren Maschinen kompatibel sind.

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