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Technologie15. Januar 20256 min

Wie eine Kammervakuummaschine funktioniert

Die Kammervakuummaschine steht im Mittelpunkt vieler industrieller Lebensmittelverpackungslinien. Ihr Funktionsprinzip zu verstehen ist der erste Schritt, um die richtige Maschine zu wählen und das Beste aus der Technologie herauszuholen.

Der Verpackungszyklus Schritt für Schritt

Das Produkt wird in die Kammer gelegt, die sich hermetisch schließt. Die Vakuumpumpe saugt die Luft ab, bis Vakuumniveaus zwischen 99,5 % und 99,9 % erreicht sind. Der Schweißdraht verschweißt dann den Beutel, das Rückschlagventil führt die Luft wieder ein und die Kammer öffnet sich.

Der vollständige Zyklus dauert zwischen 20 und 45 Sekunden, je nach Modell und Kammervolumen. Doppelkammermaschinen ermöglichen das Beladen einer Seite, während die andere im Zyklus ist, und verdoppeln so die Produktivität.

  • Kammer schließt und Absaugung beginnt
  • Eingestelltes Vakuumniveau erreicht
  • Thermische Schweißung des Beutels
  • Kontrollierte Luftrückführung und Öffnung
  • Entnahme der verpackten Produkte

Kammertypen: manuell, Doppelkammer, automatische Bandmaschine

Manuelle Kammervakuummaschinen sind ideal für Produktionen bis zu 300–400 Verpackungen/Stunde mit einem dedizierten Bediener. Doppelkammermaschinen verdoppeln die Produktionskapazität bei geringen Kosten. Automatische Bandmaschinen eliminieren den Bediener aus dem Verpackungszyklus und erreichen Geschwindigkeiten von 10–20 Zyklen/Minute, geeignet für die kontinuierliche Industrieproduktion.

  • Manuelle Einkammermaschine: Flexibilität und geringe Investition
  • Doppelkammermaschine: ×2 Produktivität ohne vollständige Automatisierung
  • Automatische Bandmaschine: Dauerproduktion 24/7
  • Kammer mit MAP-Gasinjektion: Vakuum + Schutzgasatmosphäre

Kritische Kontrollparameter

Vakuumniveau, Schweißzeit und Drahttemperatur sind die drei Parameter, die die Verpackungsqualität bestimmen. Pumpen mit unzureichendem Durchfluss erreichen das Zielvakuum nicht; falsch eingestellte Schweißdrähte verursachen Öffnungen oder Folienbrand.

  • Vakuumniveau: 99,5–99,9 % für feuchte Lebensmittel
  • Schweißdrahttemperatur: 140–180 °C je nach Folie
  • Schweißhaltezeit: 1,5–3 Sekunden
  • Pumpendurchfluss: von 20 m³/h für Einkammermaschinen bis 100 m³/h für Automatikmaschinen

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