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Technologie12. März 20256 min

Schalensiegelung (Tray Sealing): Technischer Ratgeber

Die Schalensiegelung ist die am weitesten verbreitete Lösung für die Verpackung von Frischfleisch, Fertiggerichten, Käse und Convenience-Produkten im Lebensmitteleinzelhandel. Sie ermöglicht die Kombination von Vakuum oder MAP mit einer formstabilen und optisch ansprechenden Verpackung im Regal.

Wie ein Tray Sealer funktioniert

Die vorgeformte Schale wird in die Maschinenkavität eingelegt. Die obere Platte senkt die Deckelfolie auf die Schale, legt das Vakuum an (und/oder das MAP-Gas) und verschweißt die Folie mit einer auf 140–200 °C erhitzten Platte. Nach dem Abkühlen ist die Verpackung fertig und die Folie ist über den gesamten Rand versiegelt.

  • Schalen aus PET, PP, CPET oder Aluminium — manuell oder automatisch beschickt
  • Deckelfolie: PA/PE, OPP/PE, PET/PE je nach benötigter Barriere
  • Vakuum bis 99,5 % oder MAP-Gasinjektion
  • Siegelung bei 140–200 °C für 1,5–4 Sekunden
  • Easy-Peel (leicht öffenbar) oder dauerhafte Versiegelung nach Wahl

Manuelle, halbautomatische und vollautomatische Tray Sealer

Manuelle Tray Sealer benötigen einen Bediener pro Zyklus; niedrige Investition (ab 8.000 €), geeignet für 400–600 Schalen/Stunde. Halbautomatische automatisieren den Folienvorschub, behalten aber die manuelle Beschickung: bis zu 1.200 Schalen/Stunde. Vollautomatische integrieren Förderbänder, Dosierer und Roboter: 2.000–8.000 Schalen/Stunde.

  • Manuell: 400–600 Schalen/h — ideal für Laboratorien und Kleinproduktion
  • Halbautomatisch: 800–1.200 Schalen/h — ausgewogenes Kosten-Produktivitäts-Verhältnis
  • Automatisch inline: 2.000–8.000 Schalen/h — für LEH und Großindustrie

Kritische Parameter der Siegelqualität

Eine unvollkommene Siegelung beeinträchtigt die Haltbarkeit und kann zu Reklamationen im Vertrieb führen. Die kritischen Parameter sind Folien-Schalen-Kompatibilität, Temperatur, Kontaktzeit und Plattendruck. Die Dichtigkeitsprüfung erfolgt durch Eintauchtest in Wasser oder Gaschromatographie für MAP-Verpackungen.

  • Folien-/Schalenkompatibilität: immer vor Produktionsstart testen
  • Temperatur: eine Abweichung von ±5 °C beeinträchtigt die Siegelnaht
  • Plattendruck: 3–6 bar je nach Material
  • Randkontamination: Hauptursache für Mikroleckagen

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